Arbeiten in Lissabon und die Liebe finden: Max’ Erfahrung mit dem Umzug nach Portugal
Vor ein paar Monaten sah mein Leben in Deutschland noch komplett anders aus. Nach einer Trennung fühlte sich alles schwer an, auf eine Weise, die ich nicht länger ignorieren konnte. Dieselben Straßen. Dieselben Cafés. Dieselben Routinen. Es fühlte sich nicht nur so an, als wäre ich an einem Ort festgefahren, sondern auch in einer Version von mir selbst, die einfach nicht mehr zu mir passte. Schon seit Monaten hatte ich darüber gesprochen, nach Portugal zu ziehen und dort zu arbeiten. Irgendetwas an Lissabon hat mich immer wieder angezogen. Die Vorstellung, in einer komplett neuen Umgebung eine neue Routine aufzubauen, hat mich immer mehr fasziniert. Es ging nicht nur darum, einen Job in Portugal zu finden. Es ging darum, noch einmal neu anzufangen, an einem Ort, der sich offen und voller Möglichkeiten anfühlte. Irgendwann wurde bleiben schwieriger als gehen. Also begann ich nach einem deutschsprachigen Job in Lissabon zu suchen. Nicht, weil ich einen detaillierten Fünfjahresplan hatte oder eine bestimmte Karriere verfolgte. Ich brauchte einfach Abstand. Einen Neustart.
Wenn Menschen nach Jobs in Portugal suchen oder die Lebenshaltungskosten in Lissabon vergleichen, beginnen sie meist mit praktischen Fragen. Kann man in Lissabon einen deutschsprachigen Job finden? Ist die Miete teuer? Wie ist das Leben in Portugal wirklich? Bei Max war es anders. Die Entscheidung zu gehen kam zuerst. Die praktischen Fragen kamen danach.
Von Deutschland nach Lissabon: Warum ich mich für Portugal entschieden habe
Portugal fühlte sich für mich schon immer anders an. Die Kultur ist offen, warm und entspannt. Als ich anfing zu recherchieren, wie es ist, als Deutschsprachiger in Lissabon zu arbeiten, fühlte es sich sofort richtig an. Lissabon hat einen starken internationalen Arbeitsmarkt, besonders in Bereichen wie Marketing, Tech und Customer Support. Viele Unternehmen suchen aktiv nach mehrsprachigen Bewerberinnen und Bewerbern, darunter auch Deutschsprachige. Der Bewerbungsprozess ging überraschend schnell. Innerhalb weniger Wochen hatte ich meinen Vertrag unterschrieben, mein Umzug wurde organisiert und sogar meine Wohnung stand bereits fest.
‘’Am meisten Angst hatte ich davor, im Ausland allein zu sein, aber dieses Gefühl verschwand in dem Moment, als ich meine erste Freundin hier kennenlernte.“
Bevor ich Deutschland verließ, war meine größte Sorge tatsächlich die Einsamkeit. Beim Flughafentransfer, der von meinem Arbeitgeber organisiert wurde, saß ich neben einem Mädchen, das in derselben Woche ebenfalls ihren neuen Job in Portugal begann. Wir hielten beide denselben Willkommen Umschlag in der Hand und taten so, als wären wir überhaupt nicht nervös. Schon nach wenigen Minuten kamen wir ins Gespräch. Über den Umzug ins Ausland, darüber, neu anzufangen und Dinge hinter sich zu lassen. Das Gespräch fühlte sich sofort leicht und natürlich an. Es tat gut, neben jemandem zu sitzen, der genau verstand, was dieser Moment bedeutete: ein neues Leben in Lissabon zu beginnen. Als wir schließlich bei der Unterkunft ankamen, die unser Unternehmen organisiert hatte, verabschiedeten wir uns und gingen in unsere jeweiligen Apartments. Ich fragte nicht nach ihrer Nummer. Ich dachte mir, dass wir uns in unserer ersten Woche beim Arbeiten in Lissabon bestimmt ohnehin wiedersehen würden. Ein paar Tage später lief ich nach der Arbeit durch das Stadtzentrum von Lissabon. Dort sah ich sie plötzlich wieder. Sie stand lachend in der Schlange vor einem Café und versuchte, etwas auf Portugiesisch zu bestellen. Ich wollte fast einfach weitergehen. Aber ich war nicht nach Portugal gezogen, trotzdem in meiner Komfortzone zu bleiben.
‘’Airport-Shuttle, oder?“
Sie lächelte. Aus einem Kaffee wurde ein Spaziergang durch Alfama. Der Spaziergang endete an einem Miradouro, wo wir gemeinsam den Sonnenuntergang über Lissabon beobachteten. Was mit einem gemeinsamen Transfer begann, der von unserem Arbeitgeber organisiert worden war, wurde schließlich zu etwas, das wir beide nicht erwartet hatten: der Beginn meiner jetzigen Beziehung.👫
Leben und Arbeiten in Lissabon als Expat
Im Ausland in Lissabon zu arbeiten bedeutet, Teil einer internationalen Umgebung zu sein, in der viele Menschen, genau wie ich, ein neues Kapitel beginnen. Die Arbeitsatmosphäre ist entspannt, aber gleichzeitig professionell. Seit ich in Portugal arbeite, habe ich meine Kommunikationsfähigkeiten verbessert, meine Marketingkenntnisse erweitert und deutlich mehr Selbstvertrauen gewonnen. Aber das Wachstum war nicht nur beruflich. Freunde zu finden passierte fast von selbst. Wenn alle neu in einer Stadt sind, sind die Menschen offener. Nach der Arbeit erkunden wir verschiedene Viertel oder nehmen den Zug zur Küste. Surfen in Carcavelos gibt mir ein Gefühl von Freiheit. Ein Ausflug nach Sintra und gemeinsam mit meiner Freundin den Sonnenuntergang beim Pena Palace zu sehen, gehört bis heute zu meinen schönsten Erinnerungen seit meinem Umzug ins Ausland. Heimweh habe ich eigentlich kaum gespürt.
Was mich der Umzug nach Portugal gelehrt hat
Die größte Veränderung war nicht meine Karriere, sondern meine Einstellung. Das Leben und Arbeiten in Lissabon hat mich jeden Tag ein Stück weiter aus meiner Komfortzone herausgeholt. Und irgendwo auf diesem Weg wurde ich offener. Für Gespräche. Für Risiken. Für neue Begegnungen. Hier die Liebe zu finden fühlte sich letztendlich ganz natürlich an. Und ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass das passiert wäre, wenn ich an einem Ort geblieben wäre, an dem mich alles ständig an die Vergangenheit erinnert hätte. Und daran solltest du dich erinnern:
„Du kannst jederzeit wieder zurückgehen.“
Wenn du neugierig bist, wie dein eigener Schritt aussehen könnte, schau dir die aktuellen Jobs in Lissabon an und entdecke, welche Rollen zu deiner Sprache und Erfahrung passen. Egal, ob du gezielt nach einem deutschsprachigen Job in Portugal suchst oder einfach deine Möglichkeiten erkundest, dein Neuanfang könnte näher sein, als du denkst. 🧡
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