Arbeiten im Ausland Tipps & tricks

Kann man beim Arbeiten im Ausland Geld sparen?

Zuletzt geändert: 28. Juli 2026 24. Juli 2026 von Foto von Lieke Lieke 3 Minuten Lesezeit
Lächelnde Frau entspannt auf dem Sofa mit Laptop; blaue Pfeil- und gelbe Münzsymbole schweben über der Szene.

Beim Arbeiten im Ausland geht es meist nicht darum, möglichst viel Geld anzuhäufen. Es geht eher um das Abenteuer, das Klima und ein anderes Lebenstempo. Trotzdem ist es gut zu wissen, wo man finanziell steht, und genau dabei hilft dieser Beitrag. Ja, viele Menschen sparen beim Arbeiten im Ausland, besonders in Ländern mit niedrigeren Lebenshaltungskosten als in Deutschland, wie Griechenland und Portugal. Ein realistischer Sparbetrag hängt stark vom Zielland und Lebensstil ab.

Ist Sparen im Ausland realistisch?

Ja, solange deine Lebenshaltungskosten unter deinem Gehalt liegen. Sorge deshalb dafür, dass du ein gutes Bild von den festen Ausgaben und Lebenshaltungskosten im Land hast, in dem du leben wirst. Die entscheidende Frage ist nicht "ist das Land günstig", sondern "wie steht mein Gehalt im Verhältnis zu den tatsächlichen Kosten vor Ort". Genau diese Differenz zwischen Einkommen und Ausgaben ist die Quelle der Ersparnisse. 🌎

Welche Länder erleichtern das Sparen?

In Griechenland liegen die Gehälter für deutschsprachige Jobs meist zwischen 1.400 € und 1.700 € brutto pro Monat, ausgezahlt in 14 Monatsgehältern (inklusive Weihnachts- und Urlaubsgeld). Das liegt deutlich über dem griechischen Mindestlohn von 920 €. Ein WG-Zimmer in Athen kostet je nach Lage zwischen 250 € und 450 €, ein Studio zwischen 400 € und 700 €. Thessaloniki ist dabei meist noch etwas günstiger.

In Portugal liegen die Gehälter für deutschsprachige Jobs meist zwischen 1.300 € und 1.500 € brutto, deutlich über dem portugiesischen Mindestlohn von 920 €. Lissabon zahlt mit 1.300–1.500 € etwas mehr als Porto (1.200–1.400 €), das im Alltag rund 20 % günstiger ist. Ein Studio in Lissabon kostet zwischen 700 € und 1.100 €, ein WG-Zimmer zwischen 350 € und 600 €.

Porto hat mich von Anfang an überrascht: Die Mieten sind niedriger, das Leben entspannter und trotzdem fehlt mir nichts." Eva, 27, Porto

Was bestimmt, wie viel du tatsächlich sparst?

Deine Wohnsituation hat den größten Einfluss. Eine Wohnung zu teilen, statt allein zu wohnen, spart schnell 200 € bis 300 € im Monat. Lokale statt importierte Lebensmittel zu kaufen spart weitere 10 € bis 15 € pro Woche. Auch dein soziales Leben spielt eine Rolle: Häufiges Auswärtsessen summiert sich schneller als gelegentliche Abende mit Freunden.

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Ich möchte mich herzlich für die tolle Betreuung durch Johanna bedanken. Der gesamte Bewerbungsprozess war geprägt von ihrer Freundlichkeit und Empathie.

Selina

Praktische Tipps, um im Ausland mehr zu sparen

Lege gleich zu Monatsbeginn einen festen Betrag zurück, sobald dein Gehalt eingeht. Überweise ihn auf ein separates Konto, bevor du für etwas anderes ausgibst. So fühlt es sich nie wie Verzicht an, denn das Geld ist auf deinem Alltagskonto einfach nicht mehr sichtbar. Du wirtschaftest dann automatisch mit dem, was übrig bleibt, statt hinterher zu hoffen, dass etwas übrig ist. Starte klein und realistisch, zum Beispiel mit 50 € bis 100 € im Monat, damit es sich durchhalten lässt.

Nutze außerdem öffentliche Verkehrsmittel: In Lissabon und Porto kostet ein Monatsticket rund 40 €, deutlich günstiger als in vielen deutschen Städten. Und behalte deine sozialen Ausgaben im Blick, denn genau dort verschwindet Geld meist am schnellsten, ohne dass man es merkt.

Arbeitgeberleistungen, die deine Startkosten senken

In Griechenland übernehmen die meisten Arbeitgeber den Flug und stellen eine vorübergehende Unterkunft für die ersten Wochen, sodass du dir vor Ort in Ruhe eine eigene Wohnung suchen kannst. In Portugal ist es ähnlich: Flug und Unterkunft werden bei vielen Stellen ebenfalls vom Arbeitgeber übernommen, was von Anfang an einen spürbaren Kostenpunkt einspart. Prüfe trotzdem immer die Details der jeweiligen Stellenanzeige, denn das variiert je nach Position.

Neugierig, bei welchen Stellenangeboten eine (vorübergehende) Unterkunft inbegriffen ist?

Wenn du bei einem Arbeitgeber im Ausland angestellt bist, hast du oft Anspruch auf eine Basiskrankenversicherung, ohne dass du dafür monatlich extra zahlen musst. Das kann übers Jahr gerechnet ganz schön was sparen. Manchmal ist sogar eine private Krankenversicherung inbegriffen.

Was solltest du im ersten Monat erwarten?

Sei bei Monat eins realistisch. Zwischen ersten Einkäufen, kleinen Startkosten und der Eingewöhnung in dein neues Leben sparen die meisten Menschen in den ersten Wochen nichts. Das ist normal und kein Zeichen, dass etwas schiefläuft.

Deshalb empfehlen wir immer, mit einem finanziellen Puffer zu starten. Dein erstes Gehalt bekommst du nämlich erst nach deinem ersten Arbeitsmonat, während ab Tag eins schon Kosten anfallen. Ein Puffer sorgt dafür, dass du diese erste Phase überbrückst, ohne gleich in Stress zu geraten.

Sparen beginnt meist ab Monat zwei oder drei, sobald sich Routine und Ausgaben stabilisieren.

Also, kann man beim Arbeiten im Ausland Geld sparen?

Beim Sparen im Ausland geht es nicht darum, so viel wie möglich zurückzulegen, sondern ein realistisches Bild davon zu haben, was möglich ist. Die meisten Menschen entscheiden sich für diesen Schritt wegen des Abenteuers, der Sonne oder eines anderen Lebensrhythmus, und das bleibt der Hauptgrund für den Umzug. Aber es ist schön zu wissen, dass dabei auch finanziell etwas hängen bleibt. Mit dem richtigen Zielland, einer geteilten Wohnung und der Gewohnheit, gleich etwas zurückzulegen, ist Sparen für die meisten Menschen realistisch, zusätzlich zu allem, was das Abenteuer sonst noch bringt.

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